Schmerzen erkennen

Bitte beachten Sie: Dieser Test kann ein Beratungsgespräch beim Arzt Ihres Vertrauens nicht ersetzen, höchstens ergänzen. Grenzen Sie damit bereits im Vorfeld mögliche Auslöser für Ihre Schmerzen ein. So können Sie bestens vorbereitet in das Arztgespräch gehen.

Bewegungsschmerzen

Im Gegensatz zu der irreführenden Bezeichnung können Bewegungsschmerzen durchaus auch im Ruhezustand auftreten. Man bezeichnet damit Schmerzen, die vom Bewegungsapparat ausgehen. Es handelt sich in der Regel um Schmerzen, die entweder durch Verschleißerscheinungen, Überbeanspruchung oder Entzündungsprozesse ausgelöst werden. Akute Schmerzen treten plötzlich und unerwartet auf, z. B. durch eine falsche Bewegung oder eine Sportverletzung; chronische Schmerzen haben bereits eine längere Entstehungsgeschichte und sind von einem Begleitsymptom zu einer eigenständigen Krankheit geworden.

NEU

Wie lange verspüren Sie den Schmerz bereits?

Weniger als 6 Monate.

Welche Ursache hat der Schmerz?

Der Schmerz ist von außen verursacht – z. B. durch Aufprall oder eine Sportverletzung.

Welche Vorgeschichte hat der Schmerz?

Ist der Schmerz Folge eines Schlages oder Stoßes?

Dem Schmerz ging ein Schlag oder Stoß voraus.

Dann handelt es sich mit größter Wahrscheinlichkeit um eine Prellung. Dies kann eine Muskelprellung, eine Gelenkprellung oder eine Prellung der Knochenhaut sein. Lesen Sie hier weiter: Prellung.

Verbunden ist damit häufig ein blauer Fleck, der durch geplatzte Blutgefäße unter der Haut entstanden ist – ein Hämatom oder Bluterguss.

Ist ein Gelenk betroffen wie z. B. beim Umknicken?

Ein Gelenk ist betroffen.

Ist der Schmerz plötzlich einschießend beim Sport aufgetreten? Das spricht für eine Bandverletzung. Man unterscheidet je nach Schweregrad: Wird der Bewegungsradius des Gelenkes überschritten, überdehnen gleichzeitig die stabilisierenden Bänder – die Konsequenz ist eine Bänderdehnung.

Besonders beim „Umknicken“ im Knie- oder Fußgelenk kommt es durch die Überdehnung häufig begleitend zu Verletzungen des Kapselapparates: Man spricht von einer Verstauchung.

Wird die Belastungsgrenze der Bänder überschritten, kann das Band mit einem hörbaren Knall durchreißen: Die Folge ist ein Bänderriss.

Ist ein Muskel betroffen wie z. B. bei einem Krampf?

Der Schmerz geht von einem Muskel aus.

Ein Zuviel an Bewegung oder ungewohnte Belastung können winzig kleine Risse in den Fibrillen der Muskelfasern verursachen, die jede Bewegung schmerzhaft machen: Muskelkater.

Oder trat der Schmerz wie bei einer Bänderdehnung plötzlich einschießend beim Sport auf? Verspüren Sie krampfartige Schmerzen? Dann könnte es eine Zerrung sein!

Ist weiterhin ein deutlicher Kraftverlust in dem betroffenen Muskel zu verzeichnen, so handelt es sich womöglich um einen Muskel(faser)riss

Es besteht keine erkennbare äußerliche Ursache für den Schmerz.

Wo ist der Schmerz lokalisiert?

Im Rücken.

Der Schmerz sitzt im Rücken.

Haben Sie im Moment vor dem Schmerzeintritt etwas Schweres gehoben, sich gedreht oder gebückt? Verspüren Sie reißende oder stechende Schmerzen im Kreuz, begleitet von Druckschmerzempfindlichkeit und Verspannung?

Dann liegt wahrscheinlich ein Hexenschuss vor.

Strahlt der Schmerz vom Kreuz aus bis ins Gesäß, ins Bein oder gar bis in Wade oder Fußsohle aus? Verspüren Sie gleichzeitig eventuell Kribbeln oder Taubheit? Das sind Anzeichen für eine Reizung des Ischiasnervs – eine Ischialgie.

Eine Ischialgie muss nicht, kann aber durch einen Bandscheibenvorfall ausgelöst werden. Nach demselben Muster können aber auch andere Muskelwurzeln betroffen sein. Schmerzen im Rücken, die in Extremitäten ausstrahlen und von Taubheitsgefühlen oder Kribbeln begleitet werden, legen den Verdacht auf einen Bandscheibenvorfall nahe.

Im Schulterbereich

Der Schmerzherd befindet sich im Schulterbereich.

Ist Ihnen der Schmerz plötzlich morgens bewusst geworden? Dann haben Sie sich möglicherweise nur „verlegen“. Ihre Rückenmuskulatur hat versucht, die Fehlhaltung auszugleichen – es kam zu Verspannungen.

Im Nacken.

Es handelt sich um Nackenschmerzen.

Haben Sie im Luftzug gesessen? Oder schlecht geschlafen? Auch psychischer Stress kann einen „steifen Hals“ zur Folge haben. Ursache für die Nackenschmerzen sind aller Wahrscheinlichkeit nach muskuläre Verspannungen.

Im Knie.

Das Knie macht Probleme.

Haben Sie ausdauernder als sonst Sport getrieben (z. B. Jogging) oder eine ungewohnte, körperlich anstrengende Tätigkeit (schweres Tragen) ausgeübt? Bei jüngeren Menschen sind es häufig Überbeanspruchungen, die zu Knieschmerzen führen.

Auch eine Schleimbeutelentzündung oder eine Fehlstellung (X- oder O-Beine) ist denkbar. Bei Menschen über 50 ist die häufigste Ursache für Knieschmerzen jedoch Arthrose.

Länger als 6 Monate.

Ist ein Auslöser für den Schmerz bekannt?

Der Schmerz wurde durch eine ungewöhnlich hohe Belastung ausgelöst.

Wo ist der Schmerz lokalisiert?

Im Handgelenk oder Arm.

Die Schmerzen gehen vom Handgelenk oder Arm aus.

Verspüren Sie nach andauernder, gleichförmiger Bewegung Schmerzen im Arm oder Handgelenk? Ist die Bewegung vielleicht sogar mit einem knirschenden Geräusch verbunden? Wahrscheinlich handelt es sich um eine Sehnenscheidenentzündung.

Bleibt eine Sehnenscheidenentzündung lange Zeit unbehandelt, kann neben der Sehnenscheide auch der Übergang zwischen Sehne und Knochen geschädigt werden. Passiert dies am Ellenbogen, spricht man von einem „Tennisarm“.

Verspüren Sie ein Taubheitsgefühl in der Hand sowie Schmerzen in Daumen, Zeige- und Mittelfinger? Dann leiden Sie eventuell unter einem Karpaltunnel-Syndrom.

Im Knie.

Die Schmerzen sind im Knie lokalisiert.

Das Knie als größtes Gelenk des Körpers hat einiges auszuhalten. Selbst ohne offenkundige Mehrbelastung wirken enorme Kräfte darauf ein. Bei untrainierten Personen, insbesondere bei Übergewichtigen, kann die alltägliche Belastung bereits zu Verschleißerscheinungen wie Arthrose führen. Lesen Sie hier weiter: Knie

Es gibt keinen offenkundigen Auslöser für den Schmerz.

Wo ist der Schmerz lokalisiert?

In der Schulter.

Die Schultern sind betroffen.

Sind die Schmerzen nicht von Entzündungsreaktionen wie Fieber begleitet, könnten auch aus dem Nackenbereich bis in die Schultern ausstrahlende Verspannungen die Ursache sein – aber auch eine Schleimbeutelentzündung oder eine Schädigung der Sehnen ist denkbar.

Verschleißerscheinungen am Schultergelenk hingegen sind selten. Andauernde Schmerzen in der Schulter, verbunden mit Morgensteifigkeit, Müdigkeit und Entzündungserscheinungen, eventuell sogar Fieber, deuten daher eher auf eine rheumatische Erkrankung hin.

Im Knie.

Lesen Sie hier weiter zum Thema Schmerzen im Knie – plötzlich unbeweglich.

Im Nacken.

Der Nacken macht mir zu schaffen.

Wiederholte oder andauernde Schmerzen im Nacken können aus Verspannungen herrühren; bleiben sie lange Zeit unbehandelt, kann der Teufelskreis aus Schonhaltung und zunehmender Muskelverhärtung zu chronischen Nackenschmerzen führen.

Im Rücken.

Der Rücken ist mein Problembereich.

Rückenschmerzen können aus einer Vielzahl von Ursachen entstehen. Die Häufigste davon sind Verspannungen. Versucht man sich damit zu arrangieren, nimmt der Körper eine Schonhaltung ein, die aber das Problem auf Dauer verstärkt: die Schmerzen werden chronisch. Eine fortwährende Fehlhaltung kann sogar einen Bandscheibenvorfall zur Folge haben.

Bemerken Sie ausgeprägtere Beschwerden am Morgen? Oder eine schubweise Wiederkehr der Schmerzen? Sind zusätzlich die Fingergelenke geschwollen? Rückenschmerzen können auch Folge einer rheumatoiden Arthritis sein.

In mehreren Körperbereichen.

Die Schmerzen treten mal hier, mal da auf.

Sind Ihre sogenannten „tender points“ in den Muskeln und Sehnenansätzen druckschmerzempfindlich? Verspüren Sie Kopfschmerz und Übelkeit, Konzentrationsschwäche oder sogar depressive Verstimmungen? Dann sollten Sie sich auf Fibromyalgie hin untersuchen lassen.